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Graffitis haben soziale, politische oder idealistische Ideen als Hintergrund. Sie sind sehr wirksam in der Öffentlichkeit und werden meist dort angebracht, wo sie auch von einem breiten Publikum „gelesen“ werden.

Die Sprayer oder „Writer“ sehen sich weniger als Vandalen sondern eher als Sprachrohr der Gesellschaft. Sie verbreiten ihre Weltanschauung oder ihre Botschaft in Form von Bildern oder Texten. Selbstverständlich stellt nicht jedes Graffiti einen tieferen Sinn dar und hat auch nicht unbedingt einen künstlerischen Anspruch. Vielfach wird einfach auf die Fassaden geschmiert um zu markieren, dass man hier gewesen ist.

Generell lässt sich der Begriff „Graffiti“ in vier Kategorien aufteilen:

•    Tags - Namenskürzel eines Einzelnen oder einer Gruppe von Sprayern.
•    Pieces - aufwendigere, oft mehrfarbige Schriftzeichen.
•    Paintings - farbige Gestaltungen, von einfachen Skizzen bis großflächigen Gemälden.
•    Scratchings - gekratzte Bilder und Symbole, oft zum Leidwesen der Verkehrsbetriebe in Scheiben eingeritzt.
•    Ätzgraffitis - mit Flusssäure auf Scheiben geätzte Graffitis. Diese aus einer Mischung aus Fluss- und Schwefelsäure hergestellte Mixtur
      ist auch in trockenem Zustand gesundheitsschädigend.

Graffitis verursachen in der Schweiz jährlich Schäden in Millionenhöhe. Allein das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt hatte für das Jahr 2009 über 760'000 Franken für die Entfernung von Graffitis an privaten und öffentlichen Gebäuden und Kunstbauten brereitgestellt…