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Eine Bewertung steht uns an dieser Stelle nicht zu! Es können jedoch über Nacht ganze Strassenzüge von ihrem gepflegten Erscheinungsbild in ein heruntergekommenes Quartier verwandelt werden, zumal die künstlerische Qualität von Graffiti - vor allem in jüngster Vergangenheit - meistens zu wünschen übrig lässt.

Graffitis und unschöne Wandschmierereien sind ein ästhetisches Problem, welches einerseits bei Geschäftshäusern das Erscheinungsbild der dort domizilierten Firmen beeinträchtigt, und sich anderseits bei Mietshäusern negativ auf die Vermietbarkeit der Wohnungen auswirken kann. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass seitens der Hauseigentümer Graffitis nicht erwünscht sind.
Rechtlich ist die Lage klar: Gegen den Willen des Eigentümers angebrachte Graffiti stellen eine Sachbeschädigung im Sinne des Strafgesetzes dar und werden auf Antrag verfolgt und bestraft. Dass die Absicht des Sprayers womöglich nicht eine Schädigung, sondern vielmehr eine Verschönerung war, spielt juristisch keine Rolle. Entscheidend ist, dass er sie ohne die Zustimmung des Eigentümers aufgebracht hat.

Insofern stellt sich die Frage, ob Graffitis Kunst sind oder nicht. Selbst Picasso hätte nicht das Recht gehabt, fremdes Eigentum von sich aus umzugestalten. Was Kunst ist, wird durch jeden Kulturkreis und jede Epoche verschieden definiert. Sicherlich können einzelne Graffiti, aus einer entsprechenden Perspektive gesehen als Kunst verstanden werden. Wirklich gute und legale Werke sind aber eher eine Seltenheit. Hinzu kommt, dass diese "Künstler" in den meisten Fällen keinen Respekt vor anderer Kunst oder vor historischen Bauwerken oder Denkmälern haben.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, welch immense, zum Teil irreparable Schäden die Sprayer vor allem an Kunstdenkmälern, historischen Bauten und Monumenten aber auch an allen übrigen Bauten verursachen.